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Dieses Jahr wird der Verein Nordwest Stern e.V. zum ersten Mal an der Nacht der Kunst teilnehmen. Und wir freuen uns, gleich ein solch umfangreiches Programm mit verschiedenen Künstlern, Livemusik  und kleinen kulinarischen Köstlichkeiten anbieten zu können.

Zum einen präsentiert der Arbeitskreis Gohliser Geschichte eine Ausstellung über Leipzigs wohl wichtigsten Jugendstilarchitekten Paul Möbius (1866-1907) an einem ursprünglichen Ort: Das repräsentative Doppelwohnhaus Georg-Schumann-Straße 124/126 zählt zu Möbius‘ Hauptwerken.

 

Zusätzlich wird die Kabinettausstellung „Blickpunkt Türklinke“ mit Karin Tempels Fotos historischer Türgriffe an Leipziger Gebäuden gezeigt. Die Fotografin ist anwesend.

 

Annette Siami Gorji

  • geboren 1971 in Greifswald
  • aufgewachsen in Seebach bei Eisenach/ Thüringen
  • Ausbildung zur Tischlergesellin
  • Fachabitur für Gestaltung in Schmalkalden
  • Dipl. Mediengestalterin/ Bauhausuniversität Weimar
  • Alt-Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung

Roya Siami Gorji

  • geboren 2003 in Weimar
  • aufgewachsen in Jena/ Thüringen und Leipzig
  • Studentin der Medienkunst an der Bauhausuniversität Weimar
  • Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

Mah o Palang“ (persisch: Mond und Leopard), Holzschnitt, Serie 8/10, 2023, A4, gerahmt

Stefan Nagel

 

Stefan Nagel arbeitet in der Automobilindustrie in drei Schichten am Band. Er ist Leipziger und in der Linken sowie der IG Metall aktiv. Während der monotonen Arbeit in einer künstlich beleuchteten Fabrikhalle, in denen sehr viele unterschiedliche Geräusche zu hören und überall Uhren zu sehen sind, schweifen seine Gedanken immer wieder in die Natur. In den 3 Bildern hat er diese Gedanken festgehalten.

Titel: Nachtschicht – Takt Motorlager

 

Charlotte Looß

Seit meiner Kindheit begleitet mich die Malerei als Ort der Konzentration und des völligen Eintauchens. 

Neben Malkursen in meiner Freizeit, habe ich mich auch in meiner schulischen Laufbahn immer für die Kunstrichtung entschieden. Nach dem Abitur habe ich Work and Holiday in der Total Arts Oasis in Frankreich gemacht und seit 2023 studiere ich Kunstgeschichte an der Uni Leipzig.

Meine Arbeiten entstehen überwiegend mit Acrylfarbe auf Papier. Die Formate meiner Kunst reichen von A4 bis A1, doch ich strebe an immer größer zu werden. Meine Malerei ist für mich eine Möglichkeit, mit dem zu arbeiten, was mich bewegt. Besonders interessieren mich menschliche Gefühle in all ihren Facetten. Oft verbinde ich meine Bilder mit ausgewählter Lyrik oder Zitaten, um ihnen einen zusätzlichen Resonanzraum zu geben.

Für diese Ausstellung habe ich vier Werke ausgewählt, die sich mit Liebe, Zorn, Tod und Vanitas auseinandersetzen, die vielleicht im Gegenüber eine eigene Erinnerung oder Emotion anstoßen.

Dominic

Ich heiße Dominic, bin 29 Jahre und in der technischen Instandhaltung tätig – das Arbeiten mit den Händen begleitet mich also schon lange. Über einen Flohmarktfund bin ich vor etwa 5 Jahren eher zufällig zur analogen Fotografie gekommen. Aus der Neugier wurden regelmäßige Treffen mit anderen Fotograf:innen, später ein Lehrgang zur Filmentwicklung und schließlich meine eigene Dunkelkammer, in der ich heute viele Stunden verbringe.

Mich reizt das Experimentieren: Polaroid-Lifts, bei denen die Fotoschicht auf neue Materialien übertragen wird, alte Kameraformate, die ich wiederbelebt und mit neuem Film bestückt habe, oder das Arbeiten mit längst abgelaufenen Filmen und Papieren, deren Ergebnisse niemand vorhersagen kann. Für mich steckt genau darin der Reiz – das Ungeplante.

Für diese Ausstellung habe ich Bilder ausgewählt, die mir besonders wichtig sind. Sie zeigen Daniel, einen Freund, der mich seit Jahren begleitet – erst durch den Besuch seiner lokalen Musikprojekte, dem damit verbundenen filmen und fotografieren, später durch eine persönliche Bindung. Seine Projekte waren immer politisch geprägt, genauso wie sein Engagement in der Soziokultur. Fotografiert habe ich ihn hier vor einem Gebäude, das einst ein Treffpunkt der Musikszene war und nun dem Verfall überlassen wird. Damit verknüpfen die Arbeiten persönliche Erinnerungen mit einem größeren Thema: Verlust der Freiräume für die Jugendkultur.

Annegret Beier

 

Annegret Beier studierte Kunstgeschichte, Afrikanistik und Religionswissenschaft sowie Deutsch als Fremdsprache, Russistik und Ost- und Südosteuropawissenschaften an der Universität Leipzig. Nach ihrem Doppelmagisterabschluss arbeitete sie als Lektorin für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Usbekistan und Turkmenistan sowie als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache und Russisch an der Friedrich-Tschanter-Oberschule in Eilenburg.

Von 2019-2014 war sie erneut als DAAD-Lektorin an der Brjussow-Universität in Jerewan/Armenien tätig. Seit November 2024 verstärkt sie das Team der Hochschuldidaktik Sachsen in Leipzig.

Ihre Bilder aus ihrer Zeit in Armenien zeigen ihren Blick auf Landschaft und Orte dieses südkaukasischen Landes.

 

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